Die Pfalz und Ihre Sagen

 

Einleitung                                     

 

Kaiserslautern, Pfälzer Wald und Westrich     Eingang

Im Westrich? In der bucklig Welt? Wo Fuchs un' Haas Gutnacht sich sache? Des licht eem a'. Des bissei Feld werd eich vum Wind noch fortgetrache: wo Wald nit isch, isch Sump un Sand, paar Äckercher zum Troscht im Lehme; hänn doch die Russe, 's isch bekannt, bei eich gegläbt, sie sinn deheeme!

L. Schändein: Westrich und Weinpfalz, 1892

Das Goldene Mainz                                          Eingang

Wohl in keiner rheinischen Stadt läßt sich frischer und fröhlicher ausrufen: »Gesegnet sei der Rhein«, als in Mainz, das sich einst im 13. Jahrhundert auf dem Gipfel von Macht und Reichtum den Namen »das Goldene« gewann. Wer noch nicht auf seiner Schiffbrücke gestanden und die von uralten Kirchen und Türmen überragte Stadt in der Glorie schöner Abendbeleuchtung ge­schaut hat, dem ist wahrlich einer der herrlichsten Punkte Deutschlands un­bekannt geblieben!

Adelheid von Stolterfoth: Der malerische Rheingau, 1844

Die Domstädte Worms und Speyer                  Eingang

Mit ihrem Hofe saßen sie zu Worms am Rhein Stolze Ritter setzten ihre Ehre drein, Zu dienen dort im Lande all ihres Lebens Zeit .Sie fanden jammervoll den Tod durch zweier edler Frauen Streit.Von des Hofes Würde und ihrem weiten Ruhm, Von ihrer Macht und Größe und ihrem Rittertum, Das sie in stolzer Freude ihr Leben lang geübt, da wäre so viel zu sagen, daß es davon kein Ende gibt.

Das Nibelungenlied, 1. Aventiure, in der Übersetzung von Helmut de Boor